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Von Second Citys oder der kreativen Klasse oder Was macht Städte lebenswert und wo lassen sich die neuen brillanten Köpfe nieder?

10 Januar 2008

„Second Citys“ und „kreative Klasse“ immer wieder stolpert man in der letzen Zeit über die Begriffe und fragt sich was dahinter steckt? Wer ist das eigentlich diese kreative Klasse und wo kann man diese Menschen finden?

Der Begriff „kreative Klasse“ wurde von dem britischen Soziologen Charles Landry und dem amerikanischen Stadtforscher Richard Florida geprägt und beschreibt vor allem die Menschen, die als Designer, Musiker, Computer-Freaks, Wissenschaftler, Dichter, Ingenieure, Künstler, Schauspieler oder auch Analysten ihr Geld verdienen. Diese kreative Klasse der Gesellschaft lebt weniger in den unübersichtlichen Mega-Citys sondern mag es lieber übersichtlich und geschichtsträchtig. Städte wie Amsterdam, Kopenhagen, Dublin oder auch Hamburg bieten genug innovativen Background, Tradition, Sicherheit und ein gutes Lebensgefühl in denen sie aufgehen können und ihren Ideen ausleben. Second Citys sind mehr den je kulturelle Metropolen, die nicht mit den Mega-Citys konkurrieren müssen,  weil sie eben eine ganz andere Zielgruppe ansprechen. Keine graue und moderne Alltagsarchitektur mit dem Anstrich der Anonymität sondern individuelle, geschichtsträchtige und innovative Stadtbilder sind Anziehungspunkt. Gerade seit dem Einzug des Internets ist die kreative Klasse immer mehr unabhängig vom „Ort“ geworden, durch die vernetzte Welt entsteht eine neue Dimensionierung der „Abstände“. Paris und London sind mit nur einem Mausklick zu erreichen und Datenmengen leicht zu versenden, selbst die Zusammenarbeit mit Fachleuten aus verschieden Städten ist inzwischen über eine gute Internetverbindung zu bewerkstelligen. Wie leicht fällt es einem da als Designer oder Autor sein Produkt in einer der lebenswerten  Second Citys zu ersinnen und dann die Produktion in eine andere, eher industriell ausgelegten Stadt zu verlagern.Der Ablauf hat sich verändert, nicht alles muss mehr an einem Ort geschehen und man kann jetzt Leben und Denken in der einen Stadt und produzieren und herstellen auf der anderen Erdhalbkugel.

Wie ich auf dieses Thema gekommen bin? Ganz einfach ich gehöre der kreativen Klasse an und auch ich bin immer auf der Suche nach lebenswerten Orten, vor allem in Europa. Für mich ist es wichtig das mein Lebensgefühl mit dem Ort an den ich arbeite und wohne in Verbindung steht, sich sozusagen gegenseitig begünstigen.

Auf dieser Suche habe ich mir zur Aufgabe gemacht, einige dieser Second Citys zu erkunden und meine Erfahrungen in Bild und Schrift hier nieder zuschreiben und hoffe auch von euren Erfahrungen aus solchen Städten etwas zu erfahren.

weiterführende Informationen:

Der Spiegel-Europas coole Städte, Nr. 34/ 20.08.07